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Wer ich bin

Ich bins, die Loni. Eigentlich war ich schon immer einfach nur die Loni. Schon seit ich ganz klein war, habe ich eine besondere Beziehung zu Tieren. Sie waren immer um mich herum, die süßen Viecher. Egal, ob es meine heiß geliebten Katzen waren, die mich in vielen Jahren meines Lebens begleiteten, meine Herzens-Hunde, die nie wirklich meine waren und doch irgendwie schon immer zu meinem Leben dazugehörten oder meine Ponies und die Trabrennpferde meines Vaters, die mich durch meine Kindheit und Jugend begleitet haben. Ich bin ein echtes Landkind. Ein Bauernhofkind. Und innen drin bin ich immer noch dieses Kind, das frei durch die Wiesen streift.

Nicht nur die Ferkel unserer dicken Sau, die Lämmer unserer Schwarzkopfschafe oder die Kälber unserer 17 Milchkühe habe ich als Kind heiß und innig geliebt. Ich habe Kaninchen gehabt. An einem Tag noch vier trächtige Zippen, am nächsten Tag 48 Babykaninchen dazu. Aus dem Nest herausgewuselte nackte, eiskalte Kaninchenbabys habe ich unter meinem Pulli auf meiner Haut über dem Herzen aufgetaut und so wieder zum Leben erweckt. Ich habe auch immer zu den „wilden“ Tieren näheren Kontakt gesucht: Igelkinder habe ich durch den Winter gefüttert und eine kleine Maus im weihnachtlichen Knusperhäuschen einquartiert. Ich habe Frösche am Grabenrand belauert, Maulwürfe beim Werfen beobachtet und einmal sogar zwei kleine Schlangen gefangen und sie im Schlafzimmer meiner Eltern in einem Bananenkarton eingesperrt. Als ich meine schönen Schlangen dann endlich zeigen wollte, waren sie erstaunlicherweise nicht mehr da. Nicht so schnell entfleuchen konnten zum Glück die unzähligen Heinschnirkelschnecken, die ich als Kind Stunde um Stunde gesammelt habe und zu Schneckenrennen animiert habe. Viel Später habe ich sie im Unterricht einer vierten Klasse im Terrarium gehalten und zusammen mit den Kindern erforscht, bis wir sie wieder freiließen.

Das herrliche Leben mit den Tieren – heute sind es meine Hühner – durchdringt mein „Ich bin“ so sehr, dass sich all diese kleinen süßen Viecher in meinen Geschichten für Kinder tummeln. Der große schwarze Hund ist fast überall dabei. Meine Bilderbücher, wenn sie denn einst das Licht der Welt erblicken, werden allesamt von den Tierchen meiner Kindheit bevölkert: Igel Piekfried, Schnecken Loopi und Heriette, Kaninchen Schnuppel, Ferkel Swienie und Börkel, Hund Tapsi, Katze Mexxi Kätt, Ratte Rocky, Huhn Rosalie und Maus Filius. Alle sind sie da. Und nun werde ich sie immer häufiger, passend zu meinen Geschichten, zeichnen. Weil ich das Bilderbuchillustrieren lernen will. Und dann müssen sie raus in die Welt, die Geschichten, die ich schreibe und bebildern werde.

Veröffentlicht in Über mich

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