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Das Schreiben und ich

Das erste, was ich zu schreiben lernte, war mein Name. Bevor ich in die Vorschule kam.
Ich erinnere mich an die Rückbank des orangefarbenen Opels meiner Eltern. Dort saß ich. Der Motor brummte monoton. Draußen regnete es in Strömen und die Scheiben waren beschlagen. Ich malte mit dem Zeigefinger in die kalte Feuchtigkeit: I  L  O  A  N.

Schreiben zu können, es zu dürfen wie ich Lust drauf habe, und es dann auch wirklich zu tun, das ist aufregend schön für mich. Und ich bin dankbar dafür, dass ich in eine Welt geboren bin, in der ich diesen Luxus ausleben kann. Mit zwölf Jahren begann ich meinen ersten Roman in einem Schulheft. Ungefähr 20 Seiten wurden es, bevor ich nicht weiter wusste. Weitere Versuche folgten, bevor ich es frustriert aufgab und statt dessen nur noch für Schule und Studium schrieb.

Tatsächlich war es in 1999 meine zweite Examensarbeit im Lehramtsstudium, die meine Freude am Schreiben wieder weckte. Bevor das passieren konnte, musste ich aber den immensen Leistungsdruck rausnehmen, der mir auf der Seele lag: Ich rief meinen Tutor an und sagte ihm, dass ich den wissenschaftlichen Teil der Arbeit nicht machen würde. Ich sagte, dass ich ausschließlich über meine eigene Unterrichtseinheit im Fach Mathematik und meine Erfahrungen damit schreiben würde. Die Note Fünf wäre okay für mich. Puh! Dieser Anruf war schwierig, aber er machte mich frei. Die Blockade schwand und ich konnte schreiben. Und es machte mir unglaublich viel Spaß. Zum Glück bekam ich für diese Examensarbeit dann doch noch ´ne Vier und ich bekam meinen Abschluss als fertige Lehrerin.

Ungefähr seitdem erlaube ich mir zu tun, „was kein Geld einbringt“, meine Seele aber blankpoliert und in Regenbogenfarben erstrahlen lässt. Ich lerne das Schreibhandwerk und schreibe. Mal ganz viel, mal ganz wenig. Aber immer wieder.

Seit 2005 habe ich einige Jahre im Montsegur Autorenforum mitgemacht. In 2006 habe ich auch meinen ersten Nano mitgeschrieben und sogar gewonnen! 50 000 Worte in 30 Tagen geschrieben. Eine schöne Rohfassung für einen Kinderroman, an dem ich jetzt erneut arbeite, ist entstanden. Der Nano damals war wichtig für mich. Ich habe mir bewiesen, dass ich es kann: durchziehen, zu Ende schreiben. Innerhalb einer angemessenen Zeit.

2008 habe ich dann gelernt Webseiten zu bauen, damals noch mit HTML und CSS. Mit meinen beiden Schreibschwestern zusammen haben wir für unsere gemeinsame Homepage gebloggt, Texte geschrieben und uns gegenseitig auf dem Weg zur Veröffentlichung unserer Manuskripte unterstützt und begleitet. Wir haben reihum Adventskalendergeschichten und kleine Texte fürs Herz geschrieben. In der Zeit habe ich einen Romantic Fantasy Roman für Jugendliche immerhin bis Seite 150 geschrieben und überarbeitet und in den Jahren darauf noch weitere Jugendromane bis fast zur Hälfte geschrieben. Für sie alle gibt es einen komplett ausgearbeiteten Plot. Diese Projekte ruhen.

In 2011 bis 2013 habe ich umgeschult zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien. Da rückte das Schreiben zunächst in den Hintergrund und während meine Schreibschwestern fleißig ihre ersten Romane veröffentlichten, ging ich einen gestalterischen Umweg und lernte die Grundlagen der Creative Suite von Adobe.

Aber dann, in 2014 war auch ich soweit: Ich hatte alles gelernt was ich brauchte um als Selfpublisherin mein Buch selbst zu layouten, ein Cover dafür zu gestalten und es zu veröffentlichen. Ich lud meinen ersten Roman für Kinder, den ich in 2004 fertiggeschrieben und vor der Veröffentlichung weitere Male gründlich überarbeitet hatte, nach Amazon hoch.

Das war eine aufregende Zeit! Aber letztlich ging es mir wie vielen Anfängern: mein Buch wurde nicht gesehen. Nicht gesucht und auch nicht gefunden. Ich hatte noch nichts über Marketing gelernt und mit dem Cover meines Buches war ich im Nachhinein auch nicht ganz zufrieden. Also nahm ich mein Buch von der Amazonplattform wieder herunter und wurde ganz privat.

In den vergangenen Jahren habe ich alles in mir reifen lassen, habe einen weiteren Jugendroman zu schreiben begonnen und nebenbei mehrere Kurzgeschichtenplots mit tierischen und menschlichen kleinen Helden gesammelt. Ich habe wieder mehr gezeichnet und mir ausgemalt, wie es wäre, meine Kinderbücher selbst und dennoch professionell zu illustrieren.

Puh! Eine große Aufgabe. Jetzt, im Jahre 2021 werde ich sie wieder intensiv angehen und meine Geschichten bis hin zur Veröffentlichung im Self-Publishing gründlich überarbeiten. Ich will meine Geschichten wie Diamanten zum Funkeln bringen, denn ich will Licht in die Welt bringen.

Wenn du magst, schaue doch hin- und wieder auf meine Website. In der Rubrik Blog & Bilder möchte ich dich teilhaben lassen an meinen Erfahrungen, Erkenntnissen und vor allem an meinen Fortschritten beim Schreiben und Illustrieren meiner Geschichten.

Grüßlis

Marilona

Veröffentlicht in Über mich