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Das Illustrieren und ich

Seit der Kindheit habe ich immer wieder den Stift aufs Papier gesetzt. Es hat aber auch lange Zeiten des Blockiertseins gegeben. Manche nennen es „das reale Leben“, das zu bewältigen ist.

Ich habe also nicht so viel geübt, wie es nötig gewesen wäre. Dafür habe ich viele Bücher, Zeitschriften und Lernvideos über das Zeichnen und über Digital Painting gesammelt. Mit Begeisterung und Hingabe schaue ich mir die Werke von Künstlern und die Illustrationen in Bilderbüchern an.

Und jetzt will ich das auch! Zeichnen, colorieren, Illustrationen zu meinen Geschichten gestalten und die einzelnen Bildern zusammen harmonieren lassen. Ich will üben. Nicht mehr nur sporadisch, eine Weile zeichnen und dann wieder nicht mehr, so wie in den letzten Jahren. Es sind dabei immerhin ein paar ganz gute Skizzen entstanden, mit denen ich weiterarbeiten kann. Aber mir ist klar, wenn ich meine Bilderbuchgeschichten professionell illustrieren will, dann heißt das jeden Tag zeichnen. Und das war bisher echt schwierig für mich. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich es nicht trotzdem immer wieder versuchen würde. Hinfallen, aufstehen, weitermachen. Stolpern, hinfallen, aufstehen, weitermachen …

Ich glaube, mein Perfektionismus hat mir – zu anlogen Zeiten – sehr im Wege gestanden. Aber ich habe inzwischen ein Grafiktablett und deswegen zählt auch diese Ausrede nicht mehr. Ich kann mit Skizzen herumexperimentieren ohne Angst, durch einen falschen Strich das bisher erreichte zu zerstören. Ich kann meine Skizzen direkt am Bildschirm zeichnen, wo man spurlos alles ausradieren kann, was nicht funktioniert. Und ich kann Zwischenschritte speichern, so dass es nichts macht, wenn was schief geht. Was für eine Erleichterung!

Wie man die verschiedenen Pinselspitzen geübt und sicher in verschiedenen Stilen mit Farbe, Licht und Schatten anwendet, das will ich nun Schritt für Schritt üben. Inzwischen weiß ich, in welche Richtungen meine Übungen sich bewegen werden.

Veröffentlicht in Über mich