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Kreativ Leben

Kreativ Leben

Leben wir nicht alle ein kreatives Leben?
Alle Glücklichen unter uns bestimmt.
Jeder auf seine Weise.

Im Laufe der Jahre habe ich einiges über meine Persönlichkeit herausgefunden. Und das hat mir geholfen, mein Sosein nicht mehr als zu empfindlich für diese Welt abzustempeln.

Ich weiß jetzt, dass ich nicht mitmachen muss, was für mich nicht funktioniert. Ich bin so wie ich bin – und ich darf so sein: Gern zu Hause, gern in der Stille, gern mit mir alleine beim Schreiben oder beim Zeichnen. Ich bin gern zusammen mit meiner KreativTeamPartnerin im Austausch, wenn es um unsere vielen verschiedenen Ideen geht. Aber vor allem bin ich auch gern draußen in der Natur, zusammen mit meinem Lebenspartner oder mit meinen Hühnern bei der Gartenarbeit.

Ich erschaffe mir die Welt so, wie sie mir in der Seele gut tut. Und genau deswegen kann meine Kreativität zum Erblühen kommen. Und nur deswegen kann ich Tag für Tag „glückliche Momente aneinanderreihen, damit am Ende ein glückliches Leben daraus entstehen kann.“
(Eines meiner Lieblingszitate von Elke Heidenreich)

Ich empfinde große Begeisterung für das Neue, das Lernen, das Entdecken, das Antworten finden. Ich habe Freude an den vielen Projekten, die ich beginne und am liebsten alle gleichzeitig an jedem Tag meines Lebens weiterbringen würde. Das geht natürlich nicht. In den Augen der restlichen Welt sieht es dann so aus, als würde ich meine Projekte nicht zu Ende bringen. Seufz.

Aber so ist das nicht! Der Schein trügt. Seit ich weiß, dass ich zu jenen zähle, die ihr „Fertiggefühl“ an anderen Dingen festmachen, als einem Produkt in der Hand, weiß ich, dass ich mit manchen Ideen einfach schon fertig bin, bevor ich sie vollends in die Tat umgesetzt habe. Es reicht oft für mich, so weit zu gehen, dass ich mir das fertige Produkt in meinem Kopf vorstellen kann. Wenn ich weiß, wie es aussehen wird, ist das Projekt – für den Scanner in mir – fertig. Fix und fertig. Langeweile kommt auf, andere, viel spannendere Projekte rufen laut nach mir. Und dann folge ich dem Ruf meines Herzen und lasse mich was „Neues“ beginnen.

Seit ich weiß, dass dieses Sosein eine Besonderheit in meiner Natur ist, die ich mit vielen anderen Vielbegabten teile, raufe ich mir nicht mehr die Haare darüber, dass ich es aus Sicht der anderen nicht geschafft habe etwas „fertig“ zu machen. Ich weiß jetzt, wenn ich es hinbekomme, einen neuen rätselhaften Aspekt oder ein paar offene Fragen in einem alten Projekt zu entdecken, dann flammt meine Begeisterung dafür auf und aus einem alten Projekt wird ein brandneues, ganz spannendes Projekt. Die wichtigsten meiner alten Herzensprojekte habe ich in Wahrheit also gar nicht aufgegeben. Sie ruhen bloß. Nach dem Winter kommt der Frühling. Jedes Jahr aufs Neue.

In Kurzform könnte man auch sagen:
Im Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel bin ich diejenige, die immer alle vier Figuren im Rennen hat. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass sie zwischendurch rausgeworfen werden und ich mit ihnen neu durchstarten muss, wenn ich sie nach Hause bringen will.

Fazit: Ich bin viel länger im Spiel als die anderen. Und das genieße ich!

Ich grüße Euch von Herzen
Marilona

P.S.: Gibt es da draußen jemanden, dem es ähnlich geht wie mir? Ich weiß ja, dass ich mit meinem Sosein nicht alleine bin und freue mich über Jeden, der mit mir auf gleicher Wellenlänge im Spiel unterwegs ist und mir aus der Ferne zuwinken mag.

Veröffentlicht in Landleben Lonis DIY

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