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ILLUSTRIEREN

Seit der Kindheit habe ich immer wieder den Stift aufs Papier gesetzt. Es hat aber auch lange Zeiten des Blockiertseins gegeben. Manche nennen es „das reale Leben“, das zu bewältigen ist.

Ich habe also nicht so viel geübt, wie es nötig gewesen wäre. Dafür habe ich viele Bücher, Zeitschriften und Lernvideos über das Zeichnen und über Digital Painting gesammelt. Mit Begeisterung und Hingabe schaue ich mir die Werke von Künstlern und die Illustrationen in Bilderbücher an.

Und jetzt will ich das endlich auch! Zeichnen, colorieren, die 24 Bilder eines Bilderbuches gestalten und zusammen harmonieren lassen. Ich möchte üben. Viel und oft. Nicht mehr nur sporadisch, eine Weile zeichnen und dann wieder nicht mehr, so wie in den letzten Jahren. Es sind dabei immerhin ein paar ganz gute Skizzen entstanden, mit denen ich weiterarbeiten kann. Aber mir ist klar, wenn ich meine Bilderbuchgeschichten professionell illustrieren will, dann heißt das jeden Tag zeichnen. Und das war bisher echt schwierig für mich. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich es nicht trotzdem immer wieder versuchen würde. Hinfallen, aufstehen, weitermachen. Stolpern, hinfallen, aufstehen, weitermachen …

Ich glaube, mein Perfektionismus hat mir – zu anlogen Zeiten – sehr im Wege gestanden. Aber ich habe inzwischen ein Grafiktablett und deswegen zählt auch diese Ausrede nicht mehr. Ich kann mit Skizzen herumexperimentieren ohne Angst, sie durch einen falschen Strich zu zerstören. Ich kann sie direkt auf den Bildschirm zeichnen, wo man spurlos alles ausradieren kann, was nicht funktioniert. Und ich kann Zwischenschritte speichern, so dass es nichts macht, wenn was schief geht. Was für eine Erleichterung!

Wie man sich in Photoshop eigene Pinselspitzen zum Zeichnen und Malen erstellt, habe ich schon vor längerer Zeit gelernt und auch ein bisschen damit herumexperimentiert. Wie man sie geübt und sicher in verschiedenen Stilen mit Farbe, Licht und Schatten anwendet, das werde ich nun Schritt für Schritt üben. Weil ich vorhabe, mein erstes Bilderbuch zu illustrieren, weiß ich ungefähr, in welche Richtungen meine Übungen sich bewegen werden.